Entsprechend der Verordnung zur sonderpädagogischen Förderung werden  an der Leopold Bausinger Schule die Förderpläne für alle Schülerinnen und Schüler geschrieben. Der Lern- und Entwicklungsstand zu sämtlichen Bereichen werden erhoben. Entsprechende Fördervorgaben für alle Bereiche werden aufgeschrieben.

Nach entsprechenden Fortbildungen und Diskussionen werden die Förderpläne in folgender Weise erstellt:

Ausgehend von einer jährlich neu zu erstellenden Stärken- und Schwächenanalyse werden zusammen mit der Schülerin / dem Schüler und (wenn möglich) mit den Eltern maximal zwei bis drei (überprüfbare) Förderziele und Umsetzungsmöglichkeiten festgelegt.
Dazu findet fest verankert im Stundenplan mit jeder Schülerin / jedem Schüler einzeln (und mit den dazu eingeladenen Eltern) in regelmäßigen Abständen ein Förderplangespräch statt (ca. alle sechs Wochen).

Die Ziele können sich je nach vordringlichem Bedarf auf Lernen und/oder Verhalten beziehen. Sie sollten im Hinblick auf ihre Überprüfbarkeit formuliert sein.
Ein entsprechend gestaltetes Formblatt wird für die Pläne und die Fortschreibungen verwendet und in den Klassen ausgehängt.
Die Schüler erhalten somit die Gelegenheit, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und ihren Lernprozess zu reflektieren. Durch die Lernberatung wird die Verantwortung der Schüler für ihr eigenes Lernen gestärkt. Gleichzeitig wird ihnen so ein individueller Zugang und eine Auseinandersetzung mit dem Lernstoff ermöglicht.

Seit vielen Jahren werden bei uns Schüler/innen aus den Berufsorientierungsstufen zu Streitschlichtern ausgebildet. Alle übrigen Schüler können bei Streitigkeiten zu den Streitschlichtern gehen, um ihre Konflikte gewaltfrei und gleichberechtigt zu lösen.

Die Absicht der Streitschlichterausbildung ist es, das soziale Klima an der Schule zu verbessern, Gewalt frühzeitig zu unterbinden und Lehrkräfte von Alltagskonflikten zu entlasten. Darüber hinaus werden den Schülern soziale Kompetenzen vermittelt und Eigenverantwortung übertragen.

Schüler/innen können sich selbst melden, die zu Streitschlichtern ausgebildet werden wollen – die Auswahl erfolgt letzten Endes durch eine Lehrkraft, die mit den Schülern arbeitet und sich im Vorfeld mit dem gesamten Kollegium eng ausgetauscht hat.

Im Rahmen der Streitschlichterausbildung werden wiederholt Rollenspiele durchgeführt. Hierzu wird eine Liste mit den Namen aller Teilnehmer/innen angelegt, um sicherzugehen, dass alle künftigen Streitschlichter/innen die Möglichkeit hatten, ihre neue Rolle einzuüben. Außerdem erstellt jeder Schüler ein eigenes Handbuch, in dem wesentliche Inhalte festgehalten werden.

Die Ausbildung endet, wenn ein/e Schüler/in den „Führerschein zum Streitschlichter“ bestanden hat.

Ausbildungseinheiten:

  1. Einführung/Regeln erklären
  2. Problembeschreibung
  3. Wiederholung
  4. Gefühle
  5. Lösungsvorschläge
  6. Entscheidung
  7. Vertrag
  8. Nachtreffen

In der Leopold – Bausinger – Schule findet regelmäßig DaZ – Unterricht statt (Deutsch als Zweitsprachsprache). Dieser Förderunterricht ist für SchülerInnen bestimmt, die eine andere Muttersprache haben und Deutsch als zweite Sprache sprechen.

Die Förderschwerpunkte sind sehr unterschiedlich und werden je nach Bedarf des Kindes ausgewählt. Zentrale Themen sind die Wortschatzerweiterung, das Lesen lernen, das sinnerfassende Lesen, Texte lesen und verstehen, die Rechtschreibung und Grammatikübungen. Mit den älteren Schülern werden auch berufsorientierende Themen bearbeitet.

ETEP = EntwicklungsTherapieEntwicklungsPädagogik

Der ETEP-Unterricht orientiert sich an dem individuellen Bedürfnis/individuellen Entwicklungsstand eines jeden Schülers und richtet dabei den Blick auf die individuellen Stärken. Ein Merkmal hierbei ist die Unterteilung des Unterrichts in verschiedene Arbeitsphasen, die visuell dargestellt werden. Speziell ausgebildete Lehrkräfte decken den ETEP-Unterricht gemäß der entsprechenden Stundenverteilung ab.

Seit dem Schuljahr 2012/13 ist an der Leopold Bausinger Schule das PiT-Programm installiert. PiT-Hessen (Prävention im Team-Hessen) ist das erste Modellprojekt der Hessischen Landesregierung im Netzwerk gegen Gewalt.

Dabei ist das PiT-Programm in der Umsetzung ein Gewaltpräventionsprogramm, das das Ziel verfolgt, potentielle Opfer zu stärken, in Gewaltsituationen Handlungsoptionen zu haben und damit präventiv zu wirken.

Dabei stehen bei den Schülerinnen und Schüler die Trainings im Vordergrund. Die Schulteams (Polizei, Jugendhilfe, Lehrkräfte)  führen mit den Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I (7. Schulbesuchsjahr) jeweils ein Jahr lang Trainingsmaßnahmen durch, die nicht den Täter, sondern das potentielle Opfer von Gewalttaten in den Mittelpunkt rücken. Es geht darum, eine Gewaltsituation möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich erst gar nicht hineinziehen zu lassen. Ist das nicht zu verhindern, sind verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten angesagt. Das Training verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Übungen.

Das Programm setzt erfolgreich auf Gewaltlosigkeit und Deeskalation. Die Kinder sind hierbei die Experten, sie kennen ihren Lebensraum mit seinen guten und schlechten Orten.

Die Mitglieder des Teams, die zuvor in einer mehrtägigen Qualifizierung ausgebildet wurden, sind an den Schulen als Trainer tätig.